Der Verein Sonrisas Andinas e. V. unterstützt aktuell die Kinder und Familien in zwei Gegenden von Chetilla: Jamcate und La Colpa. Chetilla ist der ärmste von 12 Distrikten in der Provinz Cajamarca und der drittärmste in ganz Peru. Er liegt in den nördlichen Anden Perus, nahe der Stadt Cajamarca, und hat über 4100 Einwohner. Die Menschen leben meist weit auseinander und legen weite Strecken zu Fuß zurück, um zum Beispiel zum nächsten Dorf (Chetilla) oder zur Schule zu gelangen.  

Das Klima in der Region ist von der hohen Lage (über 3000 m.ü.d.M.) geprägt. Von November bis April regnet es. Die übrigen trockenen Monate zeichnen sich durch sonnige Tage und eisige Nächte aus. Die Familien leben in der Regel von der Landwirtschaft. Sie bauen unter anderem Kartoffeln, Weizen, Hafer, Gerste, Erbsen, und Bohnen, meist zum Eigenverzehr an. Einige Familien besitzen Pferde, Schafe, Schweine, Hühner, Meerschweinchen, oder Kühe, deren Milch sie verkaufen.

Die Menschen in Chetilla leiden unter den Folgen des Klimawandels: Stärkere Winde, weniger Regen und zunehmender Frost in den Nächten sorgen für geringere landwirtschaftliche Erträge, eine geringere Milchproduktion und die Zunahme von landwirtschaftlichen Plagen und Krankheiten. In den trockenen Monaten reicht die Wasserversorgung zudem oft nicht aus. Die Mehrheit der Kinder in Chetilla ist chronisch unterernährt. Zudem fehlt es vielen Familien an grundlegendem Wissen über Gesundheit und Hygiene, und die lokale medizinische Versorgung ist mangelhaft. Regelmäßig leiden Kinder an Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen sowie an Magen-Darm Infekten. Diese können vor Ort meist nur unzureichend mit Heilpflanzen behandelt werden.

Schließlich geht die Bildung, die die Kinder in der Schule erhalten, an ihrer täglichen Realität oft vorbei. Den Lehrern fehlen Materialien, oder aber auch das Wissen und die Unterstützung durch die Regierung, um relevante Inhalte jenseits von Rechnen und Schreiben zu vermitteln.